Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzen

Kann man eine Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzen?

Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzenWann kann eine Rechtsschutzversicherung steuerlich abgesetzt werden? Da es sich bei einer Rechtsschutzversicherung um eine Sachversicherung handelt, wie auch z. B. eine Hausrats- oder eine Kaskoversicherung, sind die Beiträge der Rechtsschutzversicherung eigentlich nicht steuerlich absetzbar. Dennoch ist eine Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar, wenn bestimmte Bedingungen vorliegen. So kann der Anteil der Rechtsschutzversicherung, der den Arbeitsbereich betrifft, anteilmäßig geltend gemacht werden. Dabei ist es wichtig, den genauen Betrag des Arbeitsrechtsschutzanteiles zu kennen, der bei einer reinen beruflichen Versicherung direkt ausgewiesen ist. Allerdings ist es nur dann lohnend, die Rechtsschutzversicherung in der Steuererklärung anzusetzen, sollten die beruflichen Aufwendungen mehr als 1.000 Euro Werbekosten betragen.

Für wen ist eine Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar?

Wer selbstständig, Freiberufler oder Unternehmer ist und in diesem Rahmen einen Vertrag über Berufs- oder Firmenrechtsschutz bei einer Versicherung abgeschlossen hat, kann dies in der jährlichen Einkommensteuererklärung unter der Anlage N angeben. Denn in diesem Fall ist die Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar und zwar vollständig, weil es sich um eine berufliche Absicherung handelt. Falls der Berufs- oder Firmenrechtsschutz mit einem Privatrechtsschutz kombiniert ist, kann dies ebenfalls nur anteilig als Werbungskosten abgesetzt werden. Um den genauen Betrag zu eruieren, kann der Versicherer darüber Auskunft geben. Am besten ist es, sich die gesamten Leistungen aufschlüsseln zu lassen.
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Was kann in diesem Rahmen noch geltend gemacht werden

Nicht nur im Zuge des Arbeitsrechtes ist eine Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar, sondern es kann ebenso der Verkehrsrechtsschutz mit eingesetzt werden, unter der Voraussetzung, dass ein Auto beruflich genutzt wird. Allerdings ist immer zu beachten, dass die gesetzliche Pauschale von 1.000 Euro vorgeschrieben ist. Bei den beruflichen Vorsorgeaufwendungen ist die Pauschale auf 1.900 Euro pro Jahr begrenzt. Außerdem ist es notwendig, bereits beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung festzusetzen, inwieweit es sich um einen privaten oder beruflichen Aufwand handelt.

Kombinierte Policen, worauf beim Abschluss achten

Kombinierte Leistungspakete sind für den Rechtsschutz üblich, um die Bereiche abzusichern, die der aktuellen Lebenssituation entsprechen. Um später gleich zu wissen welcher Bereich der Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar ist, bietet es sich an, einen Vertrag auszuhandeln, in dem die einzelnen Beiträge bereits aufgeführt sind. Dies ist einmal übersichtlicher und erleichtert das Absetzen der Rechtsschutzversicherung bei der Steuererklärung.

Gleich ob in der eigenen Lebenssituation die Rechtsschutzversicherung steuerlich absetzbar ist oder nicht, in jedem Fall ist die Rechtsschutzversicherung ein Gewinn für jeden einzelnen, zumindest dann, wenn sich ein Rechtsstreit nicht mehr vermeiden lässt.